Köpfe der Wissensregion Düsseldorf: Jens Ihsen

Jens Ihsen in der Wissensregion Düsseldorf

Jens Ihsen ist seit genau einem Jahr Direktor von Düsseldorf Convention. Seinen Start beim städtischen Dienstleister für Großkongresse und Veranstaltungen hat er sich sicher anders vorgestellt. Ob Messe, wissenschaftlicher Fachkongresse oder Branchen-Event: Alle fragen sich, ob, wie und wann sie als Veranstalter durch die Corona-Krise kommen.

Im Interview mit der Wissensregion Düsseldorf e.V. verrät uns Jens Ihsen, was er für Ausrichter tun kann und: dass es auch positive Neuigkeiten gibt, Stichwort „Universiade 2025“…

Was ist 2021 an Kongressen möglich?

Wissensregion: Herr Ihsen, Düsseldorf Convention ist als städtische Tochtergesellschaft dafür zuständig, Großkongresse – seien es wirtschaftliche, wissenschaftliche oder Publikumsmessen – nach Düsseldorf zu holen. Natürlich haben auch Sie keine Glaskugel. Aber ab wann rechnen Sie als Fachmann wieder mit der Durchführung größerer Kongresse in der Region? Was würden Sie unseren Hochschulen und Branchenverbänden raten – für wann darf man wieder anfangen zu planen?

J. Ihsen: Was das erste Halbjahr 2021 betrifft, so sprechen wir über kleinere und mittlere Veranstaltungsgrößen. D.h. weniger Großveranstaltungen, sondern Tagungen und Meetings. Sichere Konzepte in unserer Stadt haben wir gemeinsam mit unserem Partnernetzwerk in dem Workbook – „Sicher planen“ zusammengefasst. Dieses steht auf unserer Website www.duesseldorf-convention.de zum Download bereit. Wir werden durch gute Konzepte, Veranstaltungen in 2021 sicher machen. Die Planung größerer Events und Kongresse schätzen wir ab dem 2. Halbjahr als sehr realistisch ein und verzeichnen hier für kleine und auch große Events bereits eine hohe Nachfrage.

Wissensregion: Ein Großevent, dass uns besonders interessiert, ist die Studierenden-Olympiade: Können Sie uns verraten, was es in Sachen Ausrichtung der Universiade 2025 Neues gibt? Bundes- und Landtag haben sich nun für die Bewerbung der Region Rhein-Ruhr ausgesrpochen.

J. Ihsen: Die Veranstaltung ist primär ein Sport-Event, welches uns in Düsseldorf gut zu Gesicht stehen würde. Ich sehe das Potential, dass dieses Event auch Site Kongresse und Events ermöglicht und somit auf die Wissensregion einzahlt.

Was macht Düsseldorf für Kongresse besonders?

Wissensregion: Manchmal sehen wir die Angebote in unserer Business-Stadt als selbstverständlich an. Dass die Messe ein Standortvorteil auch für viele Wissensproduzenten in der Region ist, muss man immer mal wieder sagen. Wie wird der Veranstaltungsort Düsseldorf denn im Ausland gesehen, was zeichnet uns in den Augen anderer aus?

J. Ihsen: Eine Mischung aus hard facts und soft facts: zum einen die perfekte Infrastruktur der Stadt, das  Kongresszentrum und die Messe zwischen Rhein und Nordpark, der drittgrößte Flughafen Deutschlands und die 10-Minutenstadt. Wir merken jedoch auch immer mehr, dass das Thema Sicherheit, ein schönes Stadtbild und ein gutes Shoppingerlebnis eine wichtige Rolle spielen.

Wissensregion: Und welche Unterstützung können Sie interessierten Ausrichtern für Fachkongresse in Düsseldorf geben? Welche Services kann wer wie bei Ihnen in Anspruch nehmen?

J. Ihsen: Wir unterstützen absolute Spezialisten in ihren Fachbereichen, Wissen in Wissensformate und somit in spannende Fachkongresse zu transformieren. Ob Zimmerbuchung, Locationsuche, Rahmenprogramme, Gepäck- und Shuttleservice: wir verstehen uns hier als One-Stop-Shop. Wir unterstützen aktuell auch das Düsseldorfer Max-Planck-Institut bei der offiziellen Bewerbung für den MMM Kongress (Multiscale Materials Modeling), um diesen für Düsseldorf gewinnen zu können.

Wissensregion: Ihre „Mütter“, die Landeshauptstadt Düsseldorf und Düsseldorf-Marketing, sind Mitglieder in unserem Förderverein für die Wissensregion Düsseldorf e.V. Was erwarten Sie für Ihre Arbeit als Unterstützung? Was wünschen Sie sich für die Zukunft, was die Wissensregion Düsseldorf noch besser leisten könnte?

J. Ihsen: Ich wünsche mir eine stärkere Außenwirkung und mediale Präsenz, um das Cluster Wissen/Wissenschaft in und um Düsseldorf weiter zu profilieren. Am Ende des Tages zahlt sich dies für alle Akteure in Düsseldorf aus.