Am 17. September tagte zum ersten Mal der Runde Tisch der Heinrich-Heine-Universität (HHU) dort, wo viele Fragen rund um Aufenthalt und Verfahren entschieden werden: in der Kommunalen Ausländerbehörde (ABH) Düsseldorf.
Die Gastgeber*innen stellten das neue Sachgebiet „Ausbildung, Studium, Verpflichtungserklärung & Einreise“ vor, und das mit einer klaren Botschaft: Wege vereinfachen, Wartezeiten verkürzen, Zuständigkeiten sichtbar machen. Die bunte Mischung aus Hochschulen, wissenschaftlichen Communities, städtischen Partner*innen und Studierendenvertretungen zeigte, wie breit das Netzwerk inzwischen trägt. Seit neun Jahren ist das der Kern des Formats: gemeinsam navigieren, Hürden benennen, Lösungen verabreden. Damit internationale Studierende und Forschende gut ankommen, bleiben können und Perspektiven finden.
Was ist neu?
Ein Quantensprung für die Anwerbung und Ansiedlung akademischer Fachkräfte in der Region ist gelungen.
Die ABH bündelt hochschul- und ausbildungsnahe Verfahren erstmalig in einem eigenen Sachgebiet unter Leitung von Frau Solveig Wardi. Die digitale Antragsstrecke ist inzwischen Standard: Anträge werden online gestellt, wenige Tage später folgt der Termin. Der Abstand zwischen Online-Antrag und Termin liegt derzeit bei etwa drei bis vier Wochen. Neu ist außerdem das Neukundencenter, in dem Erstanträge möglichst direkt bei der Erstvorsprache entschieden werden – und das bedarfsweise in mehreren Sprachen (technische Hilfsmittel für multilinguale Übersetzungen sollen dafür zukünftig im Amt eingesetzt werden). Perspektivisch sind Sprechstunden für Studierende und Doktorand*innen direkt an der HHU geplant. Parallel werden Teams in der Behörde intern geschult, um Auskünfte und Abläufe zu vereinheitlichen. Und – und darin sehen wir einen sehr großen Erfolg: Die gemeinsam mit der HHU erarbeitete FAQ-Liste soll in Kürze zusätzlich auf der Website der Ausländerbehörde erscheinen. Diese wird derzeit aktualisiert.
Neben Einblicken in Strukturen und Prozesse ging es wie immer auch um konkrete Fälle, Erfahrungen und Rückfragen aus der Praxis, vom Aktenlauf zwischen Städten bis zu Fragen der Studienfinanzierung. Deutlich war: „Weg von der Fiktionsbescheinigung – hin zur Erteilung“ ist mehr als ein Anspruch; es ist ein gemeinsamer Arbeitsmodus, der Schritt für Schritt spürbarer wird.
Rückblick: Vom Gespräch zur gemeinsamen Praxis
Der aktuelle Schritt baut auf kontinuierlichem Austausch auf: Zwischen Herrn Bhattacharjee (Leiter des Amtes für Migration und Integration der Landeshauptstadt Düsseldorf), Herrn de Weldige (Geschäftsführer der Wissensregion Düsseldorf) und den Leitungen der International Offices der Hochschulen (insb. HHU und Hochschule Düsseldorf (HSD)) hat sich seit den beiden letzten Runden Tischen 2023/24 ein tragfähiger und lösungsorientierter Dialog etabliert. Was damals als Bedarf formuliert wurde – bessere Erreichbarkeit, klarere Zuständigkeiten, transparente Prozesse – ist heute bereits sichtbar in Strukturen und Routinen angekommen.
Hier zeigt sich auch die Förderwirkung der Wissensregion: Indem sie die Stimmen und Stärken der Hochschulen, Forschungseinrichtungen und anderen Stakeholdern bündelt und als klare gemeinsame und neutrale sachorientierte Position in die Verwaltung trägt, werden Anliegen gehört und priorisiert. Diese Rolle als Brücke und Verstärker hilft, gute Einzellösungen in tragfähige, gemeinsame Standards zu überführen. Zum Nutzen der internationalen Studierenden und Forschenden, der Hochschulen und der Stadtgesellschaft.
Danke & Ausblick
Wir danken allen Beteiligten in der Ausländerbehörde, in den International Offices, an den Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie in der Stadtverwaltung, für ihren Einsatz. Gemeinsam arbeiten wir an einer internationalen, diversen und damit starken Region von morgen, in der sich alle willkommen fühlen. Der Runde Tisch setzt seinen Kurs fort: barrierearme Abläufe, klare Informationen, schnelle Entscheidungen, damit internationale Studierende und Forschende in der Landeshauptstadtregion ankommen, bleiben und gestalten.
Beitragsfoto: © HHU/Nico Stumpe